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Kreidezähne im Vormarsch

Die früher sehr seltene Erkrankung Kreidezähne tritt neuerdings immer häufiger auf. Statistisch gesehen hat jedes dritte zwölfjährige Kind Kreidezähne, während die früher häufigste Zahnerkrankung Karies, durch heutzutage wesentlich verbesserte Prophylaxemaßnahmen, im Rückzug ist. Bei Kreidezähnen handelt es sich um eine Mineralisationsstörung während der Zahnentwicklung, die sich durch kalkig-weiße oder später dann gelb-bräunlich verändernde Verfärbungen an den Kauflächen und Zahnhöckern zeigt. Diese Partien können absplittern und sind relativ weich. Ferner sind solche Zähne auch oft hypersensibel bei Kälte, Wärme und Zähneputzen.

 

Der Forschung zufolge sollen Weichmacher aus Kunststoffen die mit der Nahrung aufgenommen werden (z.B. Bisphenol A) dafür ursächlich sein. Bisphenol A wirkt wie ein Hormon. In Babyflaschen ist Bisphenol A EU-weit verboten. Auch werden Medikamentengaben (Antibiotika etc,) während der Schwangerschaft als Ursache diskutiert, da die betreffenden Zahnpartien bereits im Mutterleib gebildet werden. Eine Banalinfektion der Mutter wie Schnupfen kann schon zu Mineralisationsstörungen führen, die sich dann später beim Kind als Querrillen oder kreidige Verfärbungen zeigen.

 

Da die genauen Ursachen bis heute wissenschaftlich nicht geklärt sind, ist eine wirksame Vorbeugung derzeit nicht möglich. Um so wichtiger ist eine regelmäßige Inspektion bei den sogenannten MIH-Zähnen (Molaren-Inzisiven-Hypomineralisation) durch den Zahnarzt wegen erhöhter Kariesanfälligkeit erforderlich. Flouridlack wird zur Prophylaxe diskutiert. Es liegen da aber keine Erfahrungen vor.

 

Ich selbst hatte einen besonders krassen Fall in der Praxis (junger Mann), wo ich schon etliche Kreidezähne wegen großflächiger Zerstörungen überkronen musste. Interessanterweise wurden hier, durch den von der Krankenkasse beauftragten Gutachter, Probleme gemacht. Er hat die Überkronungen – wohl wegen Unkenntnis der Erkrankung – abgelehnt. Der Patient entschied sich aber für die Behandlung und ist so bei den betreffenden Zähnen vor Verlust geschützt, da die Kronen die veränderte Zahnsubstanz wirksam ersetzen.

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